Welche Plugins telefonieren nach Hause?
Plugins sprechen ständig mit fremden Servern: Lizenzprüfungen, Update-Abfragen, Nutzungsstatistiken, KI-Dienste. Das meiste ist harmlos, manches nicht, und fast nichts davon siehst du. Der Connection Monitor macht es sichtbar. Wir nutzen ihn selbst bei jedem Test im Labor.
Version 1.1.0 · ZIP, 29 KB · GPL · WordPress 6.5+ · PHP 8.1+ · Deutsch, Englisch, Spanisch
Was er dir zeigt
Ausgehend
Jede Anfrage, die ein Plugin vom Server nach außen schickt: an welchen Server, wie lange es gedauert hat und welches Plugin dahintersteckt.
Was gesendet und empfangen wird
Welche Arten von Daten hinausgehen, zum Beispiel Website-Adresse, Admin-E-Mail, Versionen oder Plugin-Liste, und was der Server zurückschickt. Schlüssel und Passwörter werden nie gespeichert.
Eingehend
Wer von außen auf die Schnittstellen deiner Seite zugreift (REST-API, XML-RPC, Ajax, Cron), mit oder ohne Anmeldung, und welchem Plugin die Schnittstelle gehört.
Seiten-Scan
Was der Browser deiner Besucher von fremden Servern nachlädt: Skripte, Schriften, iframes, Bilder.
Ein echtes Beispiel aus unserem Labor
Wir haben WP Rocket 3.24 im Labor installiert und aktiviert, mit laufender Messung. Ergebnis am 7. November 2026:
- 31 ausgehende Verbindungen zu drei Servern von WP Rocket (
api.wp-rocket.me,saas.wp-rocket.me,b.rucss.wp-rocket.me) - Gesendet wurden unter anderem die Adressen der Seiten, die E-Mail-Adresse des Lizenzkontos und der Lizenzschlüssel. Die Seiten wurden laut Anfrage für „performance_hints“ an den Dienst übergeben.
- Ein Teil dieser Anfragen lief, bevor die Lizenzprüfung erfolgreich war.
Das ist kein Vorwurf an WP Rocket: Diese Funktionen brauchen den Austausch. Aber du solltest wissen, dass er passiert, zum Beispiel für deine Datenschutzerklärung. Den ausführlichen Test gibt es bald als eigenen Artikel.
Was er nicht tut
- Er baut selbst keine einzige Verbindung nach außen auf. Kein eigener Update-Server, keine Statistik, kein Konto.
- Er speichert keine Lizenzschlüssel, Tokens oder Passwörter. E-Mail- und IP-Adressen werden maskiert.
- Normale Seitenaufrufe deiner Besucher werden nicht erfasst. Bei Zugriffen auf Schnittstellen wird die IP-Adresse gekürzt.
- Alles bleibt in deiner Datenbank und wird nach 30 Tagen gelöscht (einstellbar). Beim Löschen des Plugins verschwindet alles.
So legst du los
- ZIP herunterladen.
- In WordPress unter Plugins → Installieren → Plugin hochladen die ZIP auswählen und aktivieren.
- Unter Werkzeuge → Verbindungen siehst du, was passiert. Für einen Test vorher unter Messungen eine Messung starten.
Für Technikinteressierte
- Ausgehend: Filter
pre_http_request(Start, ändert nichts an der Anfrage) und Aktionhttp_api_debug(Ergebnis). Gespeichert werden Server, Pfad ohne Parameter, Methode, Status, Dauer, Größe, blockierend ja/nein. - Zuordnung: über
debug_backtrace. „Quelle“ ist die Datei, die die HTTP-Funktion aufruft. Liegt sie in WordPress selbst (zum Beispiel Update-Prüfungen), steht das auslösende Plugin alstriggered_bydabei. - Eingehend:
rest_post_dispatch,xmlrpc_call,admin_initfür Ajax ohne Anmeldung,initfürwp-cron.phpvon fremden IPs. Die zuständige Plugin-Datei wird per Reflection aus dem Callback ermittelt. Aufrufe deiner eigenen Browser-Sitzung und der Seite an sich selbst sind standardmäßig ausgeblendet. - Datenarten: Mustererkennung im gesendeten Inhalt (Website-Adresse, Admin-E-Mail, Versionen, Plugin-Liste, Theme, Sprache, Serverdaten, Lizenzschlüssel). Feldnamen wie
key,token,license,passwordwerden immer geschwärzt. - Grund: Einschätzung anhand von Adresse und Inhalt, in der Oberfläche als „vermutlich“ gekennzeichnet.
- Speicher: eine Tabelle
{prefix}bnc_log, ein Schreibvorgang pro Anfrage am Ende (shutdown), tägliche Bereinigung per WP-Cron. - Grenzen: Anfragen an WordPress vorbei (eigenes cURL, Sockets,
file_get_contentsmit URL) sieht kein PHP-Plugin zuverlässig. Der Seiten-Scan liest nur das HTML, nicht was ein Cookie-Banner oder JavaScript später lädt. - Prüfsumme (SHA-256) der ZIP:
16644ff78d7448e773032197ea12e514f6c9fa939e6465469dfe78bdbc8e4e44